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07.11.2019

Rodung für die Zukunft im Burgerwald

In den kommenden Wochen wird im Burgerwald eine Fläche von 0.75 Hektaren vollständig gerodet und eingezäunt. Dies zur Bereitstellung einer zukunftsträchtigen Testfläche.
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Es wird wärmer und im Sommer trockener. Dies hat Auswirkungen auf die klimatische Eignung der Baumarten auf ihren heutigen Standorten und damit auf zukünftige Waldleistungen. Auf vielen Waldstandorten werden unter den klimatischen Bedingungen, welche gegen Ende des 21. Jahrhunderts erwartet werden, andere Baumarten besser wachsen als diejenigen, welche heute dort gedeihen. Während ein Teil der zukunftsfähigen Baumarten bereits dort vorkommt, wo ihnen das Klima in Zukunft wahrscheinlich zusagt, fehlen andere ganz.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL hat den Burgerwald als Versuchsfläche ausgewählt. In einem schweizweiten Netzwerk von insgesamt 57 Versuchsflächen sollen Testpflanzungen zukünftiger Baumarten entstehen. Dieses wird über mehrere Jahrzehnte beobachtet und soll so Aussagen über die Eignung von Baumarten entlang von grossen Umweltgradienten erlauben.

In den anstehenden Wintermonaten bereitet das Forstteam der Burgerkorporation die auserwählte Fläche vor. So wird auf einem Gebiet von 0.75 Hektaren südöstlich der Jägerhütte der gesamte Baumbestand entfernt. Zum Schutz der Testpflanzungen wird das Gelände vollständig eingezäunt. Gepflanzt und über Jahrzehnte beobachtet werden 8 Baumarten mit 4 verschiedenen Provenienzien (Herkünften).

Der Burgerrat ist sich der optischen Auswirkung dieser Testfläche auf den betroffenen Waldabschnitt bewusst. Man freut sich jedoch, auf eigenem Boden einen Teil zur Forschung zukunftsfähiger Baumarten beitragen zu können.

weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt sind auf www.testpflanzungen.ch zu finden.



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